Diskussion zur Zukunft der Hauptschule - Rüdesheim 21.3.2007
Am 21.März fand im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde Rüdesheim eine Diskussionsrunde unter dem Motto „Hat die Hauptschule eine Zukunft – und wenn ja, was braucht die Hauptschule der Zukunft? Was brauchen die Hauptschüler“ statt. Eingeladen waren Lehrer, Elternvertreter und Schülersprecher aller Schulen im Kreis Bad Kreuznach.
Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Ausschusses für Bildung und Jugend, Dr. Adolf Weiland, wollte ich Meinungen und Anregungen sammeln von denjenigen, die Schule täglich erleben – den Fachleuten vor Ort. So vielfältig wie die Schularten, so breit gefächert waren auch die Meinungen der etwa 40 Anwesenden.
Eines jedoch konnte man bei allen Wortbeiträgen hören – es ging sowohl den Lehrern wie auch den Eltern nicht um Ideologien, sondern ganz klar um das Wohl jedes einzelnen Schülers.
Intensiv diskutiert wurde die Frage, ob Schullaufbahnempfehlungen nach der 4. Klasse verbindlich sein sollten oder nicht – und ob die Wahl der weiterführenden Schule zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden sollte.
Ein großes Problem sahen alle Anwesenden im Mangel an Grundfertigkeiten in den Bereichen Lesen, Schreiben und Rechnen bei vielen Hauptschulabsolventen. Deshalb kam unter anderem der Wunsch nach einer Verlängerung der Hauptschulzeit nach 10 Jahren auf.
Auch die Frage der Zukunft des gegliederten Schulsystems wurde diskutiert – und bei der Frage, ob dieses künftig zwei- oder dreigliedrig sein sollte, gingen die Meinungen der Anwesenden zum Teil weit auseinander.
Einem jedoch stimmten alle Vertreter der vielen Schulen zu – und das war der Antrag, den die CDU-Fraktion im Mainzer Landtag gestellt hat. Er beinhaltet ein Sofortprogramm für die Hauptschule und umfasst wesentliche Forderungen wie Reduzierung der Klassenmesszahl auf 20 Schüler, mehr Förderstunden, kein struktureller Unterrichtsausfall und mehr Sozialarbeit an den Schulen.
Denn egal, in welche Richtung die Schuldiskussion führen wird – wir haben heute 43000 Hauptschüler im Land. Und für diese Schüler muss jetzt sofort etwas getan werden und nicht erst in einigen Jahren!
Ich möchte mich auf diesem Wege noch einmal bei allen Teilnehmern für ihre Anregungen bedanken. Die vielen Argumente in sind eine wichtige Grundlage für meine Arbeit und für kommende Diskussionen in Mainz.

